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| Eiltank - Stiller Beobachter 12" (farbiges Vinyl + Siebdruck, 500 LPs) |
Optisch wie, soundtechnisch ein absoluter Kracher. Schweden-Crust aus Köln. Atmosphärisch, tempogeladen und volle Kraft voraus, so bollert der Eiltank gen Horizont. Auch wenn diese Scheibe nur einseitig gepresst ist, kommt jeder auf seine Kosten. Die Platte ist aus mehrfarbigem Vinyl und auf der nichtgepressten Seite ist ein Siebdruckmotiv. Ein absolutes Muss!
Reviews:
http://disconduct.blogspot.com :
"Some more Crust Metal to dig into with the German outfit, Eiltank. These guys are simply killer, fast and angry sounding, forming some time in the last few years and releasing just a split LP with fellow hardcore outfit, Asiflash to date with their latest seeing light this year. They play a great, D-beat style crust Metal that is ferocious from the start to the finish, but melodic at times as well. Fans of this kind of noise should definitely take notice and check these guys out. "
http://dremufuestias.de/ :
"...Feedback, Trommelwirbel, ab dafür. In gewohnter Manier rumpelt der Opener aus den Boxen und schnell wird klar: EILTANK erfinden sich hier nicht neu, sondern liefern genau das was erwartet und irgendwie auch gewünscht war. Brachiale Stücke, die nicht einen Augenblick für sentimentale Breaks vom Gas gehen. Dafür bis obenhin bepackt mit Frustration, Verzweiflung, Wut, Angst und alledem was wir Tag für Tag versuchen auszublenden, um mit uns und der Welt zurecht zu kommen. Dass jede/r Einzelne mit Schuld an der Misere trägt wird dabei nicht vergessen. Knapp 12 Minuten später ist es wieder still, zurück bleiben hängengebliebene Textfetzen:
"...äußerlich keine Entgleisung - innerlich Kontrollverlust..." (Vernunft)
"...im Blödsinn des Lebens versumpft und vergessen..." (Sie greift)
Gleich nochmal von vorne."
Plastic Bomb:
"Waaaaaassss ist das denn für ein Monster ???!! Hier wird aus allen Rohren gefeuert als stüände der Feind schon kurz vor den Stadtmauern. Kaum zu glauben, dass die Band aus Deutschland kommt und ihre Wurzeln nicht in Schweden hat. Denn EILTANK kennen wie WOLFBRIGADE oder TO WHAT END? keine Gnade, keinen Rückwärtsgang, kein Herumeiern. Der Scandi-Crust stürmt mit aller Macht vorwärts. Und als Hörer stehst du vor den Boxen und fühlst dich wie jemand, der Mühe hat diesem heftigen Orkan zu trotzen. Die Gitarre ist dabei ähnlich melodiös wie bei den beiden eben genannten Bands. Ich bin begeistert. Eigentlich wollte ich nur noch mal kurz in die Scheibe reinhören und dann pennen gehen. Aber daran verschwende ich nun keinen Gedanken mehr, denn ich bin hellwach. Und die LP läuft schon zum 4.Mal. Es ist höchstens schade, dass sie nur einseitig bespielt ist. Allerdings ist das Vinyl bunt gesprenkelt, was für die kurze Spielzeit entschädigt. Da ich keinen Kaffee mag, dürfte die LP auch morgenfrüh nach dem Aufstehen wieder auf dem Plattenteller landen und das Leben in mir von neuem wecken. Die Texte sind düster und handeln von Einsamkeit, Ohnmacht, dem Schein und dem Sein. Micha.- (Sengaja Records: www.myspace.com/sengajarecs / im Plastic Bomb Shop: www.mailorders.de)"
www.jagaland.de :
"Guess what, Cologne based Eiltank play yet another good mix of D-beaten neocrusty hardcore with lots of ugh ugh uarghs in two voices. Sure this is not that fresh and in comparison to Alpinist’s stellar ‘Lichtlærm‘ also a bit bland but I’m falling every damn time for such crusty acoustic gum bleeding. Get ‘Stiller Beobachter’ at Sengaja, Fucking Kill or Pest & Cholera Records."
www.bierschinken.net :
"Unglaublich, wie es diese Band schafft, immer das Richtige zu tun. Die neue Platte ist mal wieder ein Qualitäts-Zeugnis erster Güte. Feinster Crust aus Köln, der sowohl hinsichtlich des Songwritings als auch vom Sound her genauso die Untergrund-Puristen wie auch High-End-Freunde begeistern wird.
Zunächst die formelle Betrachtung. "Stiller Beobachter" kommt ausschließlich als 12"-Vinyl daher und setzt damit die Verweigerung digitaler Medien fort. Diese erste Ausgabe ist auf 500 Kopien limitiert und das runde Wachs erstrahlt in entsorgungsfachkräftigem Orange mit schwarzen Splatter-Spritzern. Die sechs neuen Titel finden allesamt auf einer Seite Platz, daher bleibt die zweite Seite ganz dekadent leer und wird dafür schön bedruckt. Da hört das Auge mit.
Auf die Musik hat das alles natürlich keinen Einfluss, aber die Domstädter können sich auf sich selbst verlassen. Getreu dem alten Motto "All Killer - No Filler" preschen die sechs Songs in knapp 12 Minuten durch die Nadel und da bleibt keine Zeit für Schnörkel, Experimente oder B-Ware. Das natürgemäß recht enge Korsett der Crust- und D-Beat-Strukturen wird aber trotzdem bis in den letzten Winkel mit Aggression, Melodie, Geschwindigkeit, Wut, Verzweiflung und Vernunft gefüllt. Die Texte, zur Hälfte auf Deutsch und zur Hälfte auf Englisch, behandeln persönliche wie gesellschaftliche Missstände. Sänger Flo zeichnet Bilder von Wut und Unsicherheit, Hass und innerer Aggression. Die Alltagsmaschine kriegt genauso ihr Fett weg wie die eigene Oberflächlichkeit und Antriebslosigkeit.
Spielerisch ist diese Gruppe sowieso über jeden Zweifel erhaben und schafft es sowohl technisch wie auch kompositorisch auf Platte die selbe rastlose Energie wie auf der Bühne zu entfachen. Grundsympathisch und schwer beeindruckend. Einzig die kurze Spieldauer lässt einen mit dem Wunsch zurück, möglichst bald MEHR zu bekommen. Aber lieber öfter mal eine EP oder Split als jahrelang auf ein Album warten zu müssen. Danke, Eiltank!"
OX Printausgabe:
"12" / Sengaja / sengaja-records.de
In einer unauffälligen beigefarbenen Plattenhülle verbirgt sich hier eine kleine Überraschung:
leuchtend orange-braunes Splattered-Vinyl, nur eine Seite bespielt, auf der anderen prangt ein monsterumranktes Pentagramm. Vielleicht ist die Kölner Band EILTANK nach ihrem gemeinsamen Tape "Ehrenfeldmangel" mit KSM40 2008 und der ziemlich spektakulären LP zusammen mit ASIFLASH ein Jahr später auch einfach an das Split-Format gewöhnt. Bei den sechs Tracks auf "Stiller Beobachter" ist der von Scandi-Crust-Bands wie KRIGSHOT beeiflusste Sound von EILTANK noch komplexer geworden. die Inhalte schwärzer und nach anfangs hauptsächlich englischen sind es nun zu 66% deutsche Texte. Live sind EILTANK ebenso überzeugend wie auf dieser 12", die wie immer veröffentlich wurde auf Sengaja, dem D.I.Y.-label von KSM40-Sänger Spike, diesmal unter anderem mit Unterstützung von Fucking Kill Records - und eigentlich das reinste Luxusprodukt ist. Spottbillig natürlich, verglichen, sagen wir mal, mit einem Fabergé-Ei, aber mindestens genauso schön und sogar noch viel seltener. Nur das blassbraune Cover verstehe ich so nicht. Im richtigen Winkel zum Licht kann man übrigens in der Auslaufrille eine geheime Botschaft entziffern: "Gott ist tot" - Kinder, ihr seid mir ja lustige Satanisten... welcher Gott? Ich lach mich tot.
Ute Borchardt

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